FAQ

FAQ Allgemein

[laɪlək]

Lila (engl. "lilac")  ist eine hellviolette Farbe.

Li.LAC nutzt ultraviolettes Licht zur Desinfektion.

Li.LAC wurde entwickelt und wird produziert von LAC Labs.

Daher der Name Li.LAC.

Die Bestrahlungskammer und das Drahtrost sind optimiert für die Aufnahme von drei Handmikrofonen oder drei Handsendern.

Es ist jedoch auch möglich andere Gegenstände zu desinfizieren.
Jedes Li.LAC wird mit einer Spiralfeder und einem "Cable Tray" zur Befestigung von Ansteck- oder Kopfbügelmikrofonen und Beltpacks ausgeliefert.

Intensive Bestrahlung mit UV-C-licht (wie innerhalb von Li.LAC) führt zu Abnutzungseffekten und zu einer beschleunigten Materialalterung speziell bei Kunststoffen, Schaumstoffen, Lackierungen und Pulverbeschichtungen.

Wir haben viele Langzeit-UV-C-Tests mit verschiedenen Mikrofonen durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Alterungs- und Abnutzungseffekt durch die UV-C-Desinfektion in Li.LAC gering ist gegenüber der normalen Alterung der Mikrofone (hervorgerufen durch mechanische Einflüsse, Verschmutzung, Feuchtigkeit, extreme Temperaturen usw.).

Die genauen Ergebnisse unserer Tests findest du hier.

Wir empfehlen, dass du mit deinem speziellem Mikrofon zunächst einen Testlauf in Li.LAC durchführst. Die Mikrofonmembran sollte nicht direkt der UV-Strahlung ausgesetzt sein. Ein Handmikro/Handsender sollte immer mit aufgeschraubtem Mikrofonkorb (und dem darin liegenden Schaumstoff) in Li.LAC bestrahlt werden. Bei Ansteck- oder Kopfbügelmikrofonen kann die Membran durch eine Abdeckkappe oder einen Poppschutz geschützt werden. Ausserdem empfehlen wir den Vorgaben des Mikrofonherstellers zu folgen.

Da die UV-C Strahlung nicht in das Innere des Gehäuses des Hand-/ Taschensenders vordringt, können Batterien problemlos im Mikrofon bleiben.
Der Hand-/ Taschensender kann auch eingeschaltet bleiben.

Aber auch die "nackte" Batterie könnte theoretisch in Li.LAC desinfiziert werden. Es könnte dabei zu einer beschleunigten Alterung des Kunststoffgehäuses der Batterie kommen (siehe auch hier).

Wie die meisten UV-C-Geräte kann Li.LAC nach Abschluss der Desinfektion einen leichten Geruch hinterlassen.

Dieser Geruch wird nicht durch Ozon verursacht, da die UV-C-Lampen in Li.LAC "ozone-free" sind und kein Ozon erzeugen.

Der leicht schwefelige Geruch ist darauf zurückzuführen, dass das UV-C-Licht mit organischen Substanzen auf dem Mikrofon reagiert und diese zerstört.

Wir empfehlen, die Mikrofone nach der Desinfektion einige Minuten zu „lüften“, um den Geruch zu reduzieren.

Die UV-C-Quellen in Li.LAC sind Niederdruck-Quecksilberdampflampen der neuesten Generation. Diese Lampen haben einen hohen Wirkungsgrad bei der dominanten Wellenlänge von 254 nm.

Augen oder Haut sollten keiner direkten oder reflektierten ultravioletten Energie ausgesetzt werden, die von diesen Lampen abgegeben wird. Wenn Haut mit UV-C-Licht bestrahlt wird, kann dies zu extremem Sonnenbrand und Hautkrebs führen. Die Exposition der Augen kann zu extrem schmerzhaften Entzündungen der Hornhaut und vorübergehenden oder dauerhaften Sehstörungen führen, in einigen Fällen bis hin zur Blindheit.

Die Bestrahlungskammer von Li.LAC ist lichtdicht und es wird keine schädliche UV-Strahlung von der Kammer nach außen emittiert.

Die UV-C-Lampen können nur bei geschlossener Schublade aktiviert werden. Ein Sicherheitsschalter deaktiviert sofort die UV-C-Lampen, wenn die Kammer während des Desinfektionsprozesses geöffnet wird. Die ultraviolette Emission durch den Spalt um die Schubladenfront beträgt <0,5µW/cm².

Die UV-C-Emissionen außerhalb von Li.LAC liegen unterhalb der Grenzwerte zur Einstufung einer photochemischen Gefahr nach DIN62471:2009.

Betriebsbedingungen: Raumtemperatur (0°C bis 40°C)

Spannungsversorgung: 220V bis 240V~ ±10%, 50-60Hz, 50W

UV-C-Wellenlänge: 254nm

UV-C-Bestrahlungstärke am Mikrofonkopf: >800µW/cm²
UV-C-Bestrahlungstärke am Mikrofongriff: >350µW/cm²

Lebensdauer der UV-C-Lampen: 9000h (laut Lampenhersteller)
Wir empfehlen die UV-C-Lampen nach 5000 Desinfektionszyklen auszutauschen, um einen optimalen Desinfektionsgrad zu sicherzustellen.

Abmessungen (BxHxT): 482mm x 132mm x 385mm (428mm inkl. Griffe), 19" 3HE Rackformat

Gewicht: 11kg

FAQ Desinfektion

UVGI (Ultraviolet Germicidal Irradiation - keimtötende Bestrahlung durch UV-Licht) ist eine Desinfektionsmethode, bei der kurzwelliges ultraviolettes (UV-C) Licht verwendet wird, um Mikroorganismen abzutöten oder zu inaktivieren, indem Nukleinsäuren zerstört und ihre DNA oder RNA unterbrochen werden, sodass sie keine lebenswichtigen Zellfunktionen mehr ausführen können. UVGI wird in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, beispielsweise zur Reinigung von Lebensmitteln, Luft, Oberflächen und Wasser.

UV-Licht ist elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen, die kürzer als sichtbares Licht, aber länger als Röntgenstrahlen sind. UV wird in mehrere Bereiche eingeteilt, wobei kurzwelliges UV-C als "keimtötendes UV" bezeichnet wird. Wellenlängen zwischen 200 nm und 300 nm werden von Nukleinsäuren stark absorbiert. Die absorbierte Energie kann zu Defekten einschließlich Pyrimidindimeren führen. Diese Dimere können die Replikation oder die Expression notwendiger Proteine ​​verhindern, was zum Tod oder zur Inaktivierung des Organismus führt.

Referenzen und weitere Informationen zu UVGI findest Du hier.

Li.LAC verwendet zwei Niederdruck-Quecksilberdampflampen, die UV-Licht mit einer Wellenlänge von 254nm emittieren.

Die Wirksamkeit der Desinfektion durch UV-C-Licht hängt von der Einwirkungsdauer, der Intensität und der Wellenlänge der UV-Strahlung und der Fähigkeit des Mikroorganismus ab, dieser Strahlung zu widerstehen.

Bei Luft- und Oberflächendesinfektion wird die Wirksamkeit abgeschätzt durch die Berechnung der UV-Dosis, die auf die Mikroorganismen abgegeben wird.

Die UV-Dosis wird wie folgt berechnet:
UV-Dosis H [mJ/cm²] = UV-Bestrahlungsstärke E [μW/cm²] × Bestrahlungszeit [Sekunden]

Die Schwellendosis H90% [mJ/cm²] zur Inaktivierung verschiedener Organismen (LD90, 90% Inaktivierung) mit UV-Strahlung von 254nm Wellenlänge kann z.B. in DIN 5031-10:2018-03 nachgelesen werden.

Beispiele nach DIN 5031-10:2018-03 sind:

Mikroorganismus

H für 90% Inaktivierung [mJ/cm²]

Bacteria Escherichia coli

0.7 to 3

Bacteria Staphylococcus, Streptococcus

2 to 5

Influenca virus

3.5

 

Beispielsweise für Staphylococcus beträgt die Reduktion bei Dosis H:

Reduktion um %
Reduktion in Dekaden
 H [mJ/cm²]
 90
 1
 5
 99
 2
 10
 99.9
 3
 15
 99.99
 4
 20

 

Die UV-C-Bestrahlungsstärke innerhalb Li.LACs wurde im akkreditierten Prüflabor Opsytec Dr. Gröbel GmbH (DAkkS-Registrierungsnummer: D-PL-20284-01-00) getestet und verifiziert. Laut dem Prüfbericht beträgt die niedrigste Bestrahlungsstärke innerhalb Li.LAC: Emin = 373µW/cm².

Nach einer Exposition von 5 Minuten berechnet sich die Mindestdosis in Li.LAC zu:
H5min = 373µW/cm² x 300s = 112mJ/cm²
Gemäß den oben erwähnten Literaturwerten werden Bakterien und Viren nach 5 Minuten Bestrahlung innerhalb von Li.LAC zu >99,99% inaktiviert.

Mikrobiologische Tests wurden nicht durchgeführt. Diese Bewertung ist aufgrund von Literaturdaten (z.B. DIN 5031-10:2018-03) auf andere Mikroorganismen übertragbar.
OSRAM bietet eine Liste von LD-90-Dosen (90% Inaktivierung) für verschiedene Mikroorganismen an. Hinweis: Die Werte in der Tabelle auf Seite 4 sind angegeben in [Ws/m²] = [J/m²],  1Ws/m² = 1J/m² = 0,1mJ/cm².

Aktuelle Studien (hier oder hier) zeigen, dass die Dosis zur Inaktivierung von 90% von Coronaviren zwischen 4mJ/cm² und 12mJ/cm² liegt. Nach der obigen Beispielberechnung ergibt sich die Dosis für die Inaktivierung von 99,99% eines Coronavirus zu:
H99,99% = 4 × 12mJ/cm² = 48mJ/cm²
Die geringste UV-C-Dosis in Li.Lac nach 5 Minuten liegt deutlich über diesem erforderlichen Wert.

Ja, den gibt es.

Wir wollten genau wissen, wie gut die UV-C-Bestrahlung im Inneren von Li.LAC Viren auf der komplexen Struktur eines echten Mikrofons, einschließlich des Mikrofonkorbs und des Schaumstoffs darunter, inaktivieren würde.

Die Forschungsabteilungen Biomedical Engineering und Medical Microbiology & Infection Prevention des Universitätsklinikums Groningen (UMCG) haben in einer umfassenden wissenschaftlichen Studie zur Wirksamkeit von Li.LAC Viren auf  Mikrofone* gesprüht (ähnlich einem Besingen des Mikrofons). Hierbei wurde eine Keimreduktion von 99,3% bestätigt, einschließlich des Mikrofonkorbs und Schaumstoffs.

Mehr erfahren

* Für die Studien wurden Standard-Gesangsmikrofone verwendet. Die Desinfektionsdauer in Li.LAC betrug 10 Minuten.

Je länger die UV-C-Bestrahlung andauert, umso besser die Desinfektion.

Grob kann man sagen, dass die Verdopplung der Desinfektionszeit eine ungefähr um ein Zehntel bessere Reduktion von Keimen erlaubt.

Aus dem optischen Wirksamkeitsnachweis für Li.LAC (siehe FAQ oberhalb) folgt, dass nach 5 Minuten bereits 99,99% der meisten Viren und Bakterien auf der Oberfläche des Mikrofons abgetötet sind.
Die Studien des Universitätsklinikums Groningen (UMCG - siehe FAQ oberhalb) haben nicht nur die Oberfläche des Mikrofons, sondern auch den komplex strukturierten Mikrofonkorb und den darunter liegenden Schaumstoff betrachtet. In diesen Versuchen wurden Viren auf das Mikrofon aufgesprüht ähnlich einem Besingen. Hier wurde eine Keimreduktion von 99.3% nach 10min Bestrahlung festgestellt.

Was heißt das für die Praxis?

Die Keimreduktion nach 5 Minuten ist bereits sehr gut.
Nach 10 Minuten ist die Desinfektionswirkung noch besser.

Wenn man das Mikrofon direkt wieder benötigt, weil bereits der nächste Darsteller am Bühnenaufgang wartet, dann ist das kurze Programm sinnvoll. Wenn genügend Zeit ist, kann man das lange Programm verwenden.

Die Bestrahlungskammer und das Drahtrost sind für die Desinfektion von bis zu drei Handmikrofonen oder Handsendern optimiert.

Die Kammer besteht aus allseitigen, UV-C-optimierten Diffusionsspiegeln aus Aluminium.
Die Verteilung der UV-C-Energie innerhalb der Bestrahlungskammer ist NICHT gleichmässig!

Der Mikrofongriff (bzw. die untere Hälfte des Mikrofons) wird mit ca. 350 bis 600µW/cm² bestrahlt.
Diese Energie reicht aus, um Mikroorganismen auf glatten Flächen (wie dem Mikrofonkörper) abzutöten, ohne UV-C-empfindliche Kunststoffteile wie beispielsweise das Acryl-Displayglas eines Handsenders zu beschädigen.

Der Mikrofonkopf (mit Drahtgitter und Schaumstoff) ist einer höheren Bestrahlung von ca. 800 bis 6000µW/cm² ausgesetzt.
Die höhere Energie und die diffusen Spiegel der Bestrahlungskammer sorgen für eine ausreichende, allseitige Bestrahlung des Mikrofonkorbs und des darunter liegenden Schaumstoffs.

Es ist wichtig zu verstehen, dass jede Art von Abschattung (z.B. durch zu viele Gegenstände in der Kammer) die Wirksamkeit der Desinfektion verringert.
Der Effekt ist vergleichbar mit Bräunungsstreifen auf der Haut, wenn du im Sommer eine Uhr am Handgelenk trägst.

FAQ Support & Hilfe

Bitte schau dir das Kapitel "Troubleshooting" in der Bedienungsanleitung und die nachfolgende Tabelle an.

ODER:
Sende eine Email an support@lilac.works

 

Problem
Mögliche Ursache

Lösung

Das Display bleibt dunkel.
Keine Spannungsversorgung
Überprüfe, ob der Netzstecker eingesteckt ist.
Überprüfe, ob die Sicherung defekt ist.
Das Display zeigt
"LAMP ERROR".
Eine oder beide UV-C-Lampen sind defekt oder fehlen.

Ersetze beide UV-C-Lampen. Befolge dazu genau die Anweisungen in der Bedienungsanleitung.

ODER

Sende uns Li.LAC zur Wartung.

Eine UV-C-Lampe wurde beschädigt oder zerstört.

Extreme mechanische Erschütterung oder Vibration

Die UV-C-Lampen enthalten eine geringe Menge Quecksilber.

Bitte folge diesen Hinweisen von OSRAM.

Das Display zeigt
"Lamp replacement
recommended".
Die UV-C-Lampen sind für >4000 Desinfektionszyklen benutzt worden.

Ersetze beide UV-C-Lampen um die Wirksamkeit der Desinfektion sicherzustellen.

Befolge dazu genau die Anweisungen in der Bedienungsanleitung.

ODER

Sende uns Li.LAC zur Wartung.

Das Display zeigt 
"XYZ ERROR".

Ein interner Fehler wurde erkannt.

Bitte kontaktiere den Support. Li.LAC muss zur Reparatur eingeschickt werden.

Es ist wichtig, dass die Spiegelflächen innerhalb der Bestrahlungskammer sauber und staubfrei sind. Bitte folge den Reinigungshinweisen in der Bedienungsanleitung.

Wir empfehlen die UV-C-Lampen in Li.LAC nach 5000 Desinfektionszyklen auszutauschen, um eine optimale Desinfektion sicherzustellen. Auf dem Display wird dazu nach 4000 Desinfektionszyklen ein Hinweis eingeblendet.

Bitte befolge genau die Anweisungen unter "Tausch des Leuchtmittels" in der Bedienungsanleitung.

ODER
Sende uns Li.LAC zur Wartung.

Bitte befolge genau die Anweisungen unter "Tausch des Leuchtmittels" in der Bedienungsanleitung.

ODER
Sende uns Li.LAC zur Wartung.

Wir empfehlen die UV-C-Lampen in Li.LAC nach 5000 Desinfektionszyklen auszutauschen, um eine optimale Desinfektion sicherzustellen. Auf dem Display wird dazu nach 4000 Desinfektionszyklen ein Hinweis eingeblendet.
Bitte befolge genau die Anweisungen unter "Tausch des Leuchtmittels" in der Bedienungsanleitung.

Wenn dein Li.LAC noch neu ist und die 4000 Zyklen noch lange nicht erreicht sind, aber dennoch die Meldung „Lamp replacement recommended“ auf dem Display gezeigt wird, dann könnte dies an einem Firmware-Bug liegen.

Wenn die Firmware auf dem Li.LAC ≤ Ver.1.09 ist, empfehlen wir, die Firmware auf die neueste Version zu aktualisieren. Die aktuelle Firmware gibt es im Downloadbereich.

Die UV-C-Strahler in Li.LAC sind Niederdruck-Quecksilberdampflampen der neuesten Generation.
Diese Lampen enthalten eine geringe Menge Quecksilber und besondere Vorsicht ist nötig, sollte der Glaskolben einer Lampe zerstört werden.

Bitte befolge genau die Anweisungen unter "Tausch des Leuchtmittels" in der Bedienungsanleitung.

UND:
Folge diesen Hinweisen von OSRAM.

​Die Bedienungsanleitung kann hier heruntergeladen werden.

Die neueste Firmware kann hier heruntergeladen werden.

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